Ideale Hundespiele für zu Hause

Es gibt sehr viele Möglichkeiten Deinen Hund zu beschäftigen. Drinnen wie draußen. Die Möglichkeit drinnen zu spielen und den Hund artgerecht zu beschäftigen und ihm Abwechslung zu bieten wird aber oftmals unterschätzt. Ist es dann aber doch notwendig, dann fehlen oft die Ideen oder auch Utensilien.

Gründe für Drinnen-Spielen mit dem Hund gibt es einige. Von anhaltenden schlechten Wetter, einer eigenen Krankheit und auch einer Krankheit beim Hund bis hin zur Altersschwäche beim Vierbeiner ist so vieles möglich. Oft ist, gerade wenn der Hund unter einer Erkrankung des Bewegungsapparates leidet, nur ein gut zu kontrollierendes spielen im Haus möglich.

Dieser Artikel gibt einen Einblick in die unterschiedlichsten Beschäftigungsmöglichkeiten für zu Hause. Zum einen sind es tolle Hundespiele, aber fast immer kann man mit diesen auch ein Training durchführen.

Die Vorteile von Beschäftigungsmöglichkeiten zu Hause

An manchen Tagen geht es nicht anders, als den Hund zu Hause zu beschäftigen. Vielleicht ist es bereits zu dunkel für einen Spaziergang oder die Temperaturen sind viel zu kalt oder heiß. Auch Verletzungen sind Gründe dafür, dass Hunde zu Hause beschäftigt werden. Vor allem bei älteren Hunden, die bereits Gelenkprobleme (Arthrose, HD, Arthritis) aufweisen, ein großer Vorteil. Gerade für diese Hunde ist Beschäftigung sehr wichtig, da sie nicht auf körperliche und geistige Anstrengungen verzichten wollen.

Was vor dem Training und Spielen zu Hause zu beachten ist

Folgende Dinge sind vor Beginn des Trainings aber auch von einer Spieleinheit zu Hause zu beachten:

  • Es sind keine Gegenstände vorhanden, an denen der Hund sich verletzen kann.
  • Keine zerbrechlichen Gegenstände in der Nähe des Trainings. Nicht nur, weil diese kaputt gehen können, sondern auch weil diese natürlich dann ein Verletzungsrisiko sind.
  • Die verwendeten Spielzeuge sind groß genug und können nicht verschluckt werden.
  • Die verwendeten Spielzeuge sind auch nicht spitz oder könnten gefährlich kaputt gehen.
  • Leckerlis und Futter werden von der täglichen Ration abgezogen, um Übergewicht zu vermeiden. Achtung: Viele Leckerlis haben deutlich mehr Kalorien, da sie mehr Fett enthalten.
  • Die Trainingsgegenstände sind robust und überstehen selbst langes Kauen.

Werden diese Dinge im Vorhinein beachtet, kann das Spiel beginnen. Natürlich sollte auch der Hund bereit sein für sein Training und seine Spieleinheit. Vor allem am Anfang ist es wichtig, ideale Voraussetzungen zum Spielen mit dem Hund zu schaffen. Hat der Hund gerade gefressen, kann es sein, dass er keine große Lust auf Futterbelohnung hat. Da aber die Zahl der so verfütterten Leckerlis abgezogen werden sollte, tut es vorab sicherlich auch eine kleinere Portion.

Futter- und Suchspiele

Diese Spiele sind optimal, um den Hund alleine zu beschäftigen. Die Leckerlis werden auf dem Boden verstreut und der Hund muss diesen hinterherjagen. Fortgeschrittene können das Futter in der ganzen Wohnung verstreuen und es dem Hund finden lassen. Auch verschiedene Hindernisse, wie z.B.: Schränke können mit eingebaut werden, um so den Schwierigkeitsgrad noch weiter zu steigern.

Viele Besitzer benutzen für solche Nasenspiele und die Sucharbeit im Haus Joghurtbecher, Papprollen oder Eierbecher, um dort das Futter zu verstecken. Außerdem kann dem Hund beigebracht werden, Sitz oder Platz zu machen, sobald er das Futterstück bekommt. Oder ehe er die Suche beginnen darf. Wer will, kann dem Hund auch Kunststücke, wie z.B.: das Balancieren von Futter auf der Nase, beibringen. Somit wird nicht nur für ein gutes geistiges Training gesorgt, sondern auch für Gehorsamkeit.

Schnüffelteppich ideal für Spiele im Haus

Ideal für Hundespiele im Haus oder in der Wohnung ist natürlich ein Schnüffelteppich. In diesem lässt sich Futter verstecken, das Spiel findet auf kleinen Raum statt und danach lässt sich das Spielzeug wieder wegräumen. Damit der Schnüffelteppich lange hält, sollte er ab und an nicht nur ausgeschüttelt, sondern auch gereinigt werden. Ist der Schnüffelteppich groß genug, dann ist er durchaus auch etwas für große Hunderassen.

Neue Kommandos lernen oder alte auffrischen

Besonders bei älteren Hunden werden gewisse Kommandos wie „Sitz“ oder „Platz“ oft vernachlässigt, da sie bei Spaziergängen schnell abgelenkt werden. In der eigenen Wohnung ist es daher um einiges einfacher, dem Hund Kommandos beizubringen. Je nach Trainingsstand des Hundes können die unterschiedlichsten Übungen beigebracht werden, darunter Männchen machen, sich totstellen, die Pfote geben, verbeugen, eine Rolle machen etc.

Es ist aber ratsam, den Hund mit vielen Übungen nicht zu überfordern. Kurze Trainingseinheiten liefern die besten Ergebnisse und bleiben auch dem Hund eher im Gedächtnis.

Immer mit einem Erfolg aufhören

Ganz wichtig ist es, eine Einheit mit einem Erfolg zu beenden. Lieber einmal weniger üben oder eine Runde kürzer spielen, dafür aber eben mit einem Lob und positiver Bestärkung enden. Zwei, drei wirklich sauber ausgeführte Übungen bringen Hund und Halter weiter, als ein halbes Dutzend hingeschluderte Versuche.

Agility für Hunde

Dieser Sport wird im Regelfall draußen mit vielen Hindernissen durchgeführt, lässt sich aber ganz ohne Probleme in einer Wohnung mit weniger Hürden nachbauen. Diese können aus einem Besenstil und zwei Stühlen gebaut werden, oder einem Tunnel aus einer Decke und zwei Stühlen.

Intelligenzspielzeuge – Futterbälle und Co.

Eine weitere gute Übung ist das Trainieren mit Intelligenzspielzeugen, Kongs oder Futterbällen. Diese Spielzeuge werden mit Futter gefüllt und es obliegt dem Hund, diese zu öffnen. Außerdem ist es möglich, einen Kong mit Joghurt oder Wasser zu füllen, damit der Hund noch länger darauf kauen muss, um zu seinem Futter zu gelangen. Ein Kong im Gefrierfach sorgt vor allem im Sommer für eine willkommene Abkühlung.

Hunde im Haushalt aktiv einbinden

Selbst im Alltag ist es möglich, dem Hund einfache Kommandos anzutrainieren. Dinge wie das Licht einschalten, die Türe öffnen, die Zeitung holen, den Einkauf ins Haus tragen oder sogar das Telefon bringen sind nur ein paar von vielen Möglichkeiten. Wichtig beim Tragen von Gegenständen ist, dass der Hund das Apportieren beherrscht. Somit können Hunde zu wahren Haushaltshelfern werden. Allerdings klingt das ganze trivial. Bis der Hund wirklich den Lichtschalter betätigen kann oder die Zeitung holt, vergeht einige Zeit an üben, üben, üben. Wer so ehrgeizige Ziele hat, sollte den gesamten Trick auch in Einzelteile zerlegen und jeden Schritt separat mit dem Hund üben, bis er sitzt. Die Zeitung in das Maul zu nehmen und nicht zu zerkauen ist das Eine, sie auch wirklich herzubringen das andere.